01 Jun '15
Der Höchststand der Sonne markiert den Mittsommer, die Mitte des Sommers also, auch wenn wir wissen, dass in unseren Breitengraden [...]

Der Höchststand der Sonne markiert den Mittsommer, die Mitte des Sommers also, auch wenn wir wissen, dass in unseren Breitengraden der Sommer mit seiner Hitze erst noch kommt.

Die Bäume und Pflanzen stehen in vollem Saft, erste Früchte sind bereit für die Ernte. So ist dies die Zeit,  in der die Natur zur Reife übergeht.

Vertrauen in die Harmonie der Schöpfung und in die Gesetze des Werdens und Vergehens der Natur ist mehr denn je gefordert, und Warten, bis alles reif ist und geerntet werden kann.

Die Feuer, die jetzt entzündet werden (Johannisfeuer, Mittsommerfeuer), dienen der Feier des prallen Lebens ebenso wie dem endgültigen Verbrennen und Loslassen alter nutzloser Dinge, die unser weiteres Wachstum nur bremsen.

Litha, der Höchststand des Lichtes, ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Hoch-Zeit in allen Dingen. Die Jahresaufgabe, die wir zu Anfang des Winters erhielten, kommt jetzt zur Reife und zeigt erste Früchte. Wir wissen wo es lang geht, was wir wollen  und was nicht. Wir dürfen uns feiern und loben für das,  was wir geschafft haben. Es ist gut,  wenn wir uns nach außen zeigen mit allem, was wir können und sind.

Und dennoch ist an diesem Tag der Umkehr schon der andere Pol spürbar: Ab morgen werden die Tage wieder kürzer, und die Dunkelheit holt sich ihren Raum Zug um Zug zurück. So klingt bei aller Fülle und Feier immer auch der andere Pol mit: Verluste, Verblühen, Vergehen und Rückzug. So ist dieser Tag auch der Tag der Entscheidungen. Was stimmt noch in meinem Leben, was vielleicht schon länger nicht mehr? Wie ist das mit meiner Partnerschaft, mit meiner Arbeit, meinen festgefahrenen Meinungen? Was gilt es zu verabschieden, was loszulassen? Jetzt ist der Tag, an dem die Entscheidung fällt, es ist dafür die beste Zeit.

So ist Litha auch ein Fest der Umkehr….. aber bei all dem zünden wir uns ein großes Feuer an, und wir tun vor allem eines: uns selbst feiern und die Natur in ihrer Fülle und Pracht!

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