21 Sep '15
Dankbarkeit Um den 21. September herum hält die Erde wiederum kurz den Atem an, bevor die dunklen Nächte länger werden. [...]

Dankbarkeit

Um den 21. September herum hält die Erde wiederum kurz den Atem an, bevor die dunklen Nächte länger werden. Die Erntezeit neigt sich dem Ende zu und die meisten Vorräte sind eingebracht.

Bevor die Herbststürme übers Land wehen und die ersten Fröste sich bemerkbar machen, haben wir noch genügend Gelegenheit, die Freude über unsere Schätze und die Gaben der Erde auszudrücken. Jetzt ist die Zeit der Dankbarkeit an die große nährende Mutter.

Gleichzeitig ist dies die Zeit, in der wir ein Resümee ziehen, ob wir einen fruchtbaren Samen gelegt hatten und diesen auch genügend genährt haben. Jetzt haben wir die Früchte unserer Schöpfungen geerntet, und wir sehen, ob sie sich als Vorrat für die Zukunft eignen. Alles was noch etwas dürftig ist, muss überprüft werden, ob es genügend Gehalt hat, den Winter zu überleben.

Bei der Betrachtung der Ergebnisse dieses Jahres in Beruf, Partnerschaft, Freundschaften und spiritueller Entwicklung dürfen wir lernen, was zu weiterem Wachstum führen kann oder wo wir im nächsten Jahr etwas korrigieren sollten.

Für die Konzentration auf Unzufriedenheit sollte jetzt nach Möglichkeit kein Raum bleiben. Denn es haben uns viele Menschen, Engel, Naturwesen und die große Mutter Gaia selbst durch das Jahr begleitet und uns reich beschenkt. So ist dies die Zeit der positiven Reflexion, und wir sagen allen Kräften und allen Menschen Danke, die uns in diesem Jahr geholfen haben.

Auch wir selbst sind ein Teil der großen Mutter Erde und beschenken das Leben mit unserem Sein und unserem Tun, auch wenn wir nicht immer alles richtig gemacht haben. Die Erde verzeiht wie eine liebende Mutter, wenn ihre Kinder unartig sind, denn sie versteht die Verletzungen, aus denen Wut, Neid, Trauer und Egoismus entstehen. Wir alle sind ihre lernenden Kinder, sie nährt uns ohne Unterschied, und wenn sie einmal wütend ist, merken wir das anhand tosender Stürme, peitschenden Regens, Feuer speiender Lava oder der aufbrechenden Erdkruste. So rüttelt sie uns wach, wenn wir es gar zu wild getrieben haben und nicht mehr daran denken, dass sie auch nur eine Mutter ist.

Wenn wir genau hinhören auf den Atem der Mutter, dann hören wir ihre Anerkennung und ihr Lob für unsere Leistungen, unser Engagement und unsere Bereitschaft, unseren und ihren Körper zu ehren, Lob, dass wir die Achtsamkeit für alles, was existiert, wieder in unser Leben lassen, Lob, dass wir unser Mitgefühl mit den Geschöpfen der Erde vermehren wollen. Sie ist zufrieden mit uns, und daher dürfen wir das jetzt auch sein!

Während wir noch einkochen, Marmelade machen, Brot backen und Vorräte anlegen, zeigt sich die Natur noch einmal in ihrer großen Farbenpracht und Fülle. In diesem rot-orange-goldfarbenen Leuchten feiern wir die Pracht des späten Sommers mit gutem Essen, Trinken und dem Austauxhen unserer Schätze. Wir teilen miteinander, lassen probieren und loben uns gegenseitig, wie gut alles schmeckt. Es macht glücklich, die Ernte einzubringen und genügend Vorräte für später zu haben.

So sind die erntedankfeuer, die wir jetzt entzünden, gleichzeitig Dank für die reichlichen Gaben der Natur und Symbol für das langsame Abschiednehmen von der lichten Seite des Jahres. Es wird Zeit, sich von der Hektik zu verabschieden und sich auf die Reise in die inneren Welten zu begeben. Wir tun dies in dem Wissen, dass die Dunkelheit die andere Seite des Lichtes ist und dass der neue Samen für das kommende Jahr nur in der Tiefe und im Schutz der Mutter Erde reifen kann.

 

 

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